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Trub

Pfarrhaus Trub: die Einwohnergemeinde lehnt Kaufgesuch ab

Seit 2002 bemüht sich der Kanton Bern, die noch in seinem Besitz verbliebenen Pfarrhäuser abzustossen und wenn möglich den Kirchgemeinden (oder Einwohnergemeinden) zu verkaufen.
Nun hat die Einwohnergemeinde Trub Mitte August 2009 ein entsprechendes Kaufgesuch abgelehnt.

Der Gemeinderat Trub schreibt in seiner Medienmitteilung: "Die gemeinderätliche Strategie, die nicht betriebsnotwendigen Aktiven abzustossen, lässt den Kauf nicht zu. Auch mit Blick auf den Finanzplan müssen die Prioritäten anders gesetzt werden. Der Souverän hat zudem beschlossen, das ehemalige Schulhaus Ried zu behalten und hier öffentliche Raumbedürfnisse oder Nutzungen abzudecken. Gleichzeitig laufen immer noch die Verkaufsbemühungen rund ums Schulhaus Kröschenbrunnen. Schliesslich dürfte beim historischen Pfarrhaus ein kostenintensiver Sanierungsbedarf anstehen", so die Einschätzung des Gemeinderates.

Wie weiter? Das revidierte Kirchengesetz (in Kraft ab 1.1.2012) ermöglicht dem Kanton Bern, die weitere Nutzung der in Kantonsbesitz verbliebenen Pfarrhäuser selber zu definieren bzw. die Pfarrhäuser auf dem freien Markt zu verkaufen (Motion Bolli Jost, angenommen am 22. November 2007). Dass der Kanton mit seiner Strategie vorwärts macht, zeigt das bereits heute privat verkaufte Pfarrhaus Kirchenthurnen.

Aufgrund der noch bestehenden (allerdings zum Teil gelockerten) Residenzpflicht (Wohnsitzpflicht) werden gemäss einem Schreiben des Kantons Bern zusammen mit den Behörden vor Ort geeignete Lösungen für die Wohnsitzfrage der betroffenen Pfarrperson gesucht.


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